Staatlicher Mord? Tolle Sache, Wolle!
Lieber Wolfgang Schäuble,
ich muss dich loben.
Du kümmerst dich seit geraumer Zeit so rührend um die deutsche Bevölkerung. Das finde ich toll.
Du willst sicherlich nur das Beste für alle, die in Deutschland leben. Naja, fast jedenfalls.
Terroristen willst du an den Kragen. Und weil dir langsam nichts neues mehr einfällt, wandern inner abstrusere Ideen durch den Kopf.
Anders kann ich es mir nicht erklären, warum du im SPIEGEL-Interview solche Sachen von dir gibst:
[…] Wir müssen darüber reden, ob das Maß an Prävention, das unseren Polizeigesetzen heute schon eigen ist, genügt. Man könnte zum Beispiel bestimmte Auflagen für jemand erlassen, den man nicht abschieben kann, etwa ein Kommunikations-verbot im Internet oder mit dem Handy.
Die rechtlichen Probleme reichen bis hin zu Extremfällen wie dem sogenannten Targeted Killing
Wolfgang, ich fasse nochmal zusammen: Du findest also nicht, dass es verwerflich, kriminell und strafbar ist, jemanden umzubringen? Du siehst dort nur ein „rechtliches Problem“? Wahrscheinlich bin ich als Kleinbürger nicht in der Lage, den umfassenden Zusammenhang dahinter zu sehen, denn ich bin ja schließlich kein Bundesinnenminister.
Aber, Wolfgang, eins würde mich noch interessieren: Ist es auch nur ein „rechtliches Problem“, wenn jemand seine untreue Frau umbringt? Kann der Mörder dann auch darauf verweisen, dass die Rechtslage bei untreuen Ehegattinnen noch nicht vollständig geklärt ist und bei nicht ausreichenden Grundlagen diese erst geschaffen werden müssen?
Das würde mich interessieren, Wolfgang.
Schreib mir zurück. Oben rechts habe ich ein Kontaktformular. Ziemlich nah bei dem orangen Zipfel, der deinen WasserKopf zeigt.
Ein letzter Tipp noch: Vielleicht solltest du mit deinen Äußerungen in Zukunft etwas aufpassen: Andere bezeichnen dich schon als „SSchäube“ und vermuten, dass dir bald ein kleiner Oberlippenbart wächst.
Dein ergebener Kleinbürger,
Martin Weber
































09.07.2007, 16:52 Uhr
kleinbürger ist son doofes wort
10.07.2007, 23:03 Uhr
„Manche Vorschläge von Herrn Schäuble gleichen den Vorschlägen eines Amokläufers.“
(SPD-Fraktionschef Peter Struck am 9. Juli in Berlin zu den Anti-Terror-Plänen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble)