RFID unter die Haut

Ich bin Abonnent der Computerzeitschrift c‘t, welche ich auch regelmäßig lese; so auch am gestrigen Abend. Aber irgendetwas war seltsam. Beim Lesen eines Artikels fiel mir gar nicht auf, dass ich „1984″ von George Orwell, welches ich zur Zeit (endlich) am durchlesen bin, schon aus der Hand gelegt hatte, denn der Artikel über den Sicherheitsdienst citywatcher.com hätte ausgezeichnet in „1984″ gepasst. Zur Sache:
citywatcher.com fordert seine Mitarbeiter von nun an auf, die bisherigen RFID-Identitäts-Karten, welche in der Vergangenheit zur Identifikation und Zugangskontrolle zu „kritischen Räumlichkeiten“ genutzt wurden, abzugeben, und sich glasummantelte RFID-Transponder fälschungs- und manipulationssicher unter die Haut injizieren zu lassen.
Das muss man erst einmal wirken lassen.
Schlimm genug, dass diese Technologie überhaupt so klein verpackbar ist (die Größe ist mit einem Mittelding zwischen einem Reiskorn und einem halben Streichholz angegeben); noch schlimmer aber, dass Sicherheitsfirmen ihre Mitarbeiter auffordern, sich diese ID-Hundemarken auch noch unter die Haut spritzen zu lassen. Am schlimmsten ist allerdings, dass das neue System, geht man von Expertenmeinungen aus, um einiges unsicherer als das bisherige ist.

Die „gute“ Nachricht: Die RFID-Transponder werden alternativ in Form von Schlüsselanhängern verteilt. Vorerst noch.

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