Lebenslanges Versprechen?

RKN Telecom bietet Kunden in den USA ein besonderes Angebot an

Wer einmalig 999$ zahlt, kann sein Leben lang per Voice-over-IP über RKN kostenlos telefonieren.
Und zwar nicht nur in die USA, auch nach Kanada, Westeuropa, Australien, Israel, Südkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong und weitere Städte. Im Preis enthalten soll eine VoIP-Nummer und ein Telefon enthalten sein, damit man sofort loslegen kann.

Zu alledem gibt es eine Geld-zurück-Garantie des Anbieters: Wer innerhalb von 2 Monaten vom Vertrag zurücktritt, erhält die 999 $ abzüglich der geführten Anrufe zu je1,9 US-Cent / Min., zurück. Wer nach fünf Jahren nicht mehr mag, bekommt 50 Prozent der Kosten erstattet, hier ebenfalls abzüglich der Kosten für schon geführte Gespräche.

Ich traue dem Ganzen nicht wirklich. Zu oft hat schon das „lebenslange“ Versprechen nur ein paar Monate, bestenfalls Jahre, angehalten.
Zu groß waren im Allgemeinen die Euphorien, die hinter den Erwartungen steckten, zuletzt hat sich dies bei dem E-Mail-Angebot der Deutschen Post, ePost nur allzu deutlich gezeigt.

Auch in der Vergangenheit hat schon ein anderes Amerikanisches Unternehmen, American Airlines, aus solchen Sachen die Konsequenzen gezogen, weiß Die Zeit:

Jack Vroom ist Unternehmer, ein reicher Mann, aber kein Milliardär und erst recht kein Verschwender. Er fliegt quasi kostenlos. Seine ungewöhnliche Geschichte begann im Jahr 1988, als er ein Sonderangebot von American Airlines entdeckte und gerade noch rechtzeitig zuschlug. Für 500000 Dollar bot die Fluggesellschaft an, Kunden ein Leben lang in der ersten Klasse zu befördern. Das war offensichtlich eine Fehlkalkulation, und wenige Monate später verschwand das Angebot wieder vom Markt. Für den vielreisenden Geschäftsmann Vroom aber machte sich die Sache schnell bezahlt: Er arbeitete damals als Berater für Versandunternehmer in aller Welt und hätte über die kommenden fünf Jahre fast genauso viel für Flugreisen ausgegeben wie für das Superticket.

Abwarten, wie lange kurz das Super-Angebot hält.

via heise

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