kopierte Filme wegen hoher DVD- und Kinopreise
Eine Meldung, welche heute im heise newsticker erschienen ist, hat mich ganz und gar nicht verwundert.
Demnach schauen sich die Nutzer von Tauschbörsen illegal kopierte Filme nach einer Studie der Bauhaus-Universität Weimar nicht aus Aktualitäts-, sondern aus Kostengründen an. Für insgesamt rund drei Viertel (73 Prozent) der Schwarzseher sei es der angeblich repräsentativen Studie zufolge wichtig bis sehr wichtig, dass man auf Filme aus dem Internet umsonst zugreifen könne.
Wie repräsentativ diese Studie allerdings ist, sei an dieser Stelle in Frage gestellt, denn insgesamt wurden nur 837 Benutzer verschiedener Tauschbörsen befragt.
An diesem Beispiel wird wieder sehr schön deutlich, dass die Musik- und Filmindustrie jahrelang geschlafen haben und eindeutig den Hochgeschwindigkeits-Zug in Richtung legaler Downloadmöglichkeit im Netz verpasst haben, Apple zeigt dies gleichermaßen als löbliche Ausnahme mit seinem Musikdienst iTunes, bei dem man sich im Internet über 700.000 Lieder zu -zumindest halbwegs- akzeptablen Preisen legal herunterladen kann.
Wenn nicht bald etwas passiert und die Musik- und Filmindustrie nicht bald einsehen, dass der Weg zu mehr Umsatz nicht durch massentaugliche Pseudo-Superstars und fast-B-Mainstream-Movies, sondern durch vernünftige Preise für Produkte mit deren freier Nutzung und legale Alternativen zu populären, kostenlosen Tauschbörsen zum Erfolg führt, wird das System kollabieren.
Aber immer waren’s die Raubkopierer.
































