Internet anonym? Iss nich!

Die CDU/CSU setzt sich dafür ein, dass künftig Internet-Verbindungsdaten, die für den vermeintlichen „Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ gespeichert werden, auch für Ermittlungen gegen Urheberrechtsverstöße genutzt werden können. „Wenn beim Provider die Daten vorhanden sind, kann man sie auch für die Verfolgung von Copyright-Verstößen nutzen“, sagte der Berichterstatter der Unionsfraktion für die geplante Änderung des Urheberrechts, Günther Krings, dem Nachrichtenmagazin ‚Focus‘ (kommende Ausgabe). Die anonyme Nutzung des Internet in Deutschland müsse erschwert werden: „Wer sich im Netz bewegt, kann nicht davon ausgehen, immer inkognito zu bleiben.“

Quelle

Also: Wenn man die Daten schonmal hat, dann kann man sie auch gleich zweckentfremden. Datenschutz? Privatsphäre? Wozu denn?

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Kommentare von Lesern:

  1. Thomas
    17.10.2006, 16:51 Uhr
    1

    Hallo Martin,

    zu Deiner Anmerkung lässt sich festhalten, dass es ja ohnehin zunehmend Menschen gibt, die für ein Linsengericht namens Paybackpunkt ihre „informationelle Selbstbestimmung“ (was für ein Wortungeheuer…) aufgeben.

    Wie wäre es denn, wenn der Staat allen bespitzelten Online-Junkies eben jene Paybackpunkte zum Ausgleich für sein überzogenes Sicherheitsbedürnis überreichen würde?

    Dann wäre die Welt der einen genauso in Ordnug wie vorher, und unsereiner hätte einen Ausgleich in Form von Stabmixern, billigen Mini-Stereoanlagen, oder anderem hochwertvollen Tand, mit dem man seine Findigkeit und Konsum-Cleverness beim Kaffeeklatsch demonstrieren kann…

    Die Welt ist ein Panoptikum…

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