Herr Schäuble, hätten sie wohl die Güte …

mal wieder einen klaren Gedanken zu fassen und mit Ihrem wahnsinnigen Quatsch aufzuhören?
Ich finde es gar nicht toll, wenn sie die dem Rechtsstaat zu Grunde liegende Unschuldsvermutung einfach so wegen ein paar angeblichen Terroristen mirnichts-dirnichts über den Haufen werfen.

Dem Bundeskriminalamt (BKA) schwebe anscheinend „ein Ausspäh-Tool“ – zugeschnitten auf das jeweilige Betriebssystem – vor. Dieses solle „über beliebige Downloads mitgegeben und installiert“ werden.

Eine solche „Manipulation“ der Netzfundamente des Internet, die dem Staat – und damit sehr wahrscheinlich nicht nur diesem – „grundsätzlich eine beliebige Änderung dessen ermöglicht, was Nutzer auf ihren Rechnern beim Surfen, in ihrer E-Mail, bei E-Government-Anwendungen“ und ähnlichen Online-Tätigkeiten zu sehen bekommen, wäre laut Weichert ein massiver Eingriff. Letztlich würden damit „der Bespitzelung und Zensur gleichermaßen“ die Tür geöffnet. Nur ein Rechner, der keinen ungeprüften Code von außen zulasse, wäre gegen derlei umfassende Angriffe gefeit.

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Kommentare von Lesern:

  1. Markus
    07.04.2007, 15:27 Uhr
    1

    Nen Artikel über die technische Seite davon:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24766/1.html

    gruß,
    Markus

  2. Joerg Bentrup
    11.08.2008, 19:27 Uhr
    2

    Ich persönlich glaube an die Theorie, dass unser Innenminister an Kontrollwahn leidet und dies durch die Begehrlichkeiten aus den USA auch noch verstärkt wird. Denn nicht nur unsere Volksvertreter wollen wissen was wir machen und denken, sondern auch der große Bruder aus Übersee will wissen ob nicht irgendwo auf dieser Planeten einer ist, der ihm nicht wohl gesonnen ist. Vor ein paar Jahren war mir dieser Mann noch sympathisch, auch wenn er für mich das falsche Parteibuch hat. Warum die Genossen diese Pläne mittragen ist mir zwar auch ein Rätsel aber wenn man an der Macht ist es wohl zu verführerisch alles wissen zu wollen – den Wissen ist Macht.
    Und wenn unsere Damen und Herren Volksvertreter mit dem Spruch kommen „Wer nicht zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“ – muß sich fragen lassen warum so viele Ausschuß-Protokolle aus Geheim eingestuft werden. Gibt es etwa Informationen die der „Gemeine Bürger“ nicht wissen soll? Weil er dann vielleicht mache Entscheidungen in einem gänzlich anderem Licht erscheinen würden. Vielleicht doch nicht zum Volkes Wohl sondern zum Eigennutz???
    Wenn es an die Privatsphäre dieser Entscheider/innen geht dann sieht es dann schon anders aus. Denn es gibt garantiert eine Sperrklausel das die Verbindungsdaten der werten Damen und Herren nicht gespeichert werden dürfen. Sonst könnten diesen Daten vielleicht irgendwann jemanden beweisen, das man trotz Ehrenwort doch mal bewiesen bekommen das man doch jemanden kennt, denn man besser nicht kennen sollte.
    Hat eigentlich keiner Angst bei gucken erwischt zu werden? Siehe Telekom!

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