Goodbye, Allofmp3.com!

Es scheint wirklich so zu sein, als sei Allofmp3.com die längste Zeit am Netz gewesen. Dafür sorgt vermutlich ein Handelsabkommen, welches die USA vorige Woche mit Russland schlossen, meldet heise:

Das bilaterale Handelsabkommen […] beinhaltet unter anderem die Bekämpfung des illegalen Vertriebs von urheberrechtlich geschützten Werken via Internet. Ausdrücklich erwähnt wird in einer Mitteilung der United States Trade Representative Susan Schwab das Musikangebot von Allofmp3.com. Russland hat sich verpflichtet, gegen dieses und andere Web-Angebote vorzugehen, das heißt Ermittlungen und Strafverfahren gegen Unternehmen zu ermöglichen, die illegal Copyright-geschützte Werke über das Internet vertreiben.

In meinen Augen ist Allofmp3.com das Unternehmen, welches einen angemessenen Preis für Ware verlangt; was nicht heißen soll, das ich dort meine Musik beziehe, denn das wäre ja nach momentanem deutschem Recht nicht vollkommen legal.

Wie dem auch sei: Es scheint so, als hätten die Lobbyisten der USA wieder einmal genug gezahlt, damit auch dieses Problem aus der Welt geschafft wird: Was die Musikindustrie und die RIAA nicht wollen, wird kurzerhand (oder eher langerhand) verboten. Bemerkenswert daran ist allerdings, das das russische Parlament selbst die entsprechenden Schritte gegen das bisher legal operierende Unternehmen einleiten soll.

Vielleicht könnte sich Allofmp3.com ja einfach dazu entschließen, seinen Sitz in ein anderes Land zu verlegen.

Aber wie es so oft ist: Die Globalisierung nutzt nur den Wirtschaftsbossen. Sobald der „kleine Mann“ versucht, aus der Globalisierung einen Nutzen zu ziehen und seine Musik aus Russland zu beziehen, werden ihm Steine in den Weg gelegt.

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