Der Betty-TV-Skandal – Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing?
In den letzten Tagen gab es eine mehr oder weniger neutral geführte Diskussion um die Betty-Fernbedienung hier im Blog.
Betty ist eine Art Mitmach-Fernbedienung, welche einen Rückkanal zum Sender bietet und beim Datensammeln vermutlich nicht gerade zimperlich mit den kumulierten Nutzungsprofilen umgeht.
Betty ist nun offiziell gelauncht; TV-Spots laufen und die Leute suchen bei Google nach „Betty“. Dementsprechend gewinnt mein Beitrag nun an Bedeutung und wird kommentiert:
Auffällig hierbei ist die äußerst positive Meinung zweier Kommentarschreiber: Tobi und der anonyme „Betty-Tester“ lobten das Produkt und stellten die Vorzüge in den Vordergrund, andere Diskussionsbeteiligte (allen voran dd von Blog‘n'Roll) machten auf die seltsamen AGB und die darin verankerten Klauseln aufmerksam und teilten somit meine weitgehend negative Meinung über die Betty-Fernbedienung.
Im Verlauf der Kommentare gab nun Tobi selbst zu, bei Betty TV zu arbeiten (was er vorher geschickt vermieden hatte; er sagte, er sei kein Betty-PR-Mann) und wurde somit „enttarnt“.
Also gut, geliebte Datenschützergemeinde ;)
Ich bin tatsächlich ein Betty-Redakteur.
Nichtsdestotrotz habe ich seit 3 Jahren eine Betty zuhause und bin fleißigst am mitspielen.
Ein Abgleich seiner IP-Adresse bringt auch seinen Arbeitgeber zu Tage: Die Fast TV-Server AG, welche unter der gleichen Postadresse wie die Betty TV AG zu erreichen ist.
Ein weiterer Schreiber, der sich als „Betty-Tester“ ausgab, verneinte jedoch, für Betty TV tätig zu sein und witzelte sogar darüber:
Und, um Fragen vorzubeugen:
Nein – ich arbeite nicht für Betty TV! Aber vielleicht bewerbe ich mich dort mal…
Zahlen die gut?
Er schwärmt scheinbar objektiv von den Vorzügen der Fernbedienung, findet die TV-Spots gut und spielt die offensichtlichen Kritikpunkte herunter:
erstaunlich wie die Betty Fernbedienung polarisiert.
Nebenbei bemerkt: Auch die vier Spots zur Auftaktkampagne “Draussen ist doof” regen zum Polarisieren an…, wobei ich zwei davon eigentlich recht gut finde (den mit dem furzenden Busfahrer und dem umstürzenden Fahrradfahrer).
[…]
By the way: Ich hoffe, dass das Teil bald mit farbigem Display rauskommt und vielleicht noch interaktivere Elemente möglich sind.Bislang lautet mein Test-Fazit: Empfehlenswert…
vor allem für Fernseh- und Quiz-Freaks.
Von objektivem Test kann hier keine Rede sein, denn die Aussagen sind durchweg gefärbt: Man könnte ihm recht geben, nicht für die Betty TV AG zu arbeiten; er hat nicht gelogen.
Der anonyme Tester arbeitet nämlich für ProsiebenSat1, wie der Eintrag in meinen Server-Logfiles zeigt. Der Kommentar wurde von einem Rechner aus dem ProsiebenSat1-Netzwerk abgesendet, was somit auch die positive Meinung über die Fernbedienung erklärt; denn die ProsiebenSat1-AG ist ebenfalls an Betty TV beteiligt und am Erfolg des Produktes selbstverständlich interessiert.
Dieses manipulierende Verhalten von Unternehmen gegenüber Bloggern wurde schon oft beobachtet; das prominenteste Beispiel hierfür dürfte wohl Johnny Häuslers Jamba-Posting bei Spreeblick sein – auch hier schrieben vermeintlich neutrale Personen positive Kommentare zum Klingelton-Terroristen Anbieter. Dumm nur, dass auch dort die Kommentare über das Netzwerk des Brötchengebers abgesendet wurden.
Ich weiß nicht, ob diesen Leuten nicht klar ist, dass die Postings nachverfolgt werden können oder ob es einfach eine Dienstanweisung ist, ein investigatives, manipuliertes Meinungsbild im Netz unter all den hippen Bloggern zu schaffen.
Spätestens nach den oben erwähnten Beispiel von Spreeblick sollte doch Unternehmen in der Medienbranche klar sein, dass der Ruf und die Glaubwürdigkeit des Unternehmens nach einer solchen „Kampagne“ komplett hin ist, besonders in dem Fall, wenn das Produkt ohnehin schon Schwierigkeiten mit dem Umgang von Nutzerdaten aufweist.
































22.01.2007, 21:56 Uhr
Jo die Karawane is heut auch durch mein Blog gewandert.
Danke für die Info und diesen Beitrag!
Dachte der Jamba Fall sei bekannt aber …. man zeigt sich wohl lernresistent.
Ich frage mich, was das für ein Beinbruch wäre, mal transparent und offen zu diskutieren?
Hat doch keiner ein Problem damit wenn jemand für Betty; Swisscom oder dem Partner Pro7Sat1 arbeitet und authentisch(!) mitdiskutiert…aber so?
Jetzt is die Glaubwürdikeit wieder futsch und jeder fühlt sich ans Bein gepisst! Toll gemacht …weiter so…so wird das sicher ein Erfolg, falls das die Runde macht. Etwas mehr Medienkompetenz hätte ich schon erwartet.
23.01.2007, 01:31 Uhr
Wusste gar nicht, dass man sich als Mitarbeiter nicht an Blogs beteiligen darf…
Meinst Du echt, wir wären alle gebrainwashed?
Ich dachte, ich könnte einen hilfreichen Beitrag leisten, die Transparenz von Betty zu erhöhen, aber man wird ja hier nur angefeindet…
Tut mir auch echt leid, dass der Fehler bei Amazon nicht zu Deinem Vorteil gereicht hat.
Aber anscheinend hast Dus mit der Ehrlichkeit auch nicht so, dass Du einen offensichtlichen Fehler von Amazon (18 Euro für ein Vaio Notebook) nicht durch Massenbestellungen zu Deinem Vorteil nutzen wolltest…oder?
Viel Erfolg weiterhin beim Ausschlachten von menschlichen Fehlern,
Tobi
23.01.2007, 01:38 Uhr
Noch was…
Und wenn Du meinst, dass jeder Mitarbeiter von ProSieben automatisch auch ein Betty-Fan ist, dann liegst Du definitiv falsch!
Allein durch das mitloggen von IP-Adressen kannst Du doch nicht wirklich davon ausgehen, dass Du irgendwelche Schlüsse ziehen kannst!
Aber da wird mir klar woher der Wind weht…
Du darfst aber nicht vergessen, dass seriöse Firman auch einen seriösen Umgang mit den Daten pflegen (müssen) die sie bekommen…
Anders als in diesem Blog wie sich hier auch wieder offenbahrt.
Stell doch mal gezielte Fragen, statt weiterhin Verschwörungstheorien zu stricken….
Bin gespannt!
Tobi
23.01.2007, 08:53 Uhr
„Betty-TV-Skandal – Wes Brot ich ess…..“
lol
Respekt, toller Titel!
Hallo zusammen,
na, hier wird ja was aufgebauscht…
In der Tat arbeite ich bei ProSiebenSat.1, aber das beeinflusst meine Meinung nicht, da mir der Erfolg oder Misserfolg von Betty persönlich völlig wurscht ist!
Und: Das Unternehmen ist NICHT an Betty beteiligt. (Vielleicht mal besser recherchieren und nicht falsche Behauptungen aufstellen.) Es gibt meines Wissens lediglich eine Kooperation zwischen den Unternehmen, aber es wird zukünftig bestimmt auch Kooperationen mit anderen Sendern geben wie ARD, ZDF und RTL.
Und glaubt mir, das Unternehmen (Pro7S1) hat soooo viele Beteiligungen, da würde es mehr Sinn machen, wenn ich in gewissen Foren Unternehmen mit mehr Potenzial wie z.B. myvideo, Lokalisten u.v.m. „verteidigen“ würde, aber dafür habe ich momentan keine Zeit, da ich ein von Betty und P7S1 bezahlter Blogger-Schreiber bin! ;-)
(Ich glaube eher, den Unternehmen selber ist´s so komplett absolut völlig wurscht, was hier so geschrieben wird…)
Glaubt ihr im Ernst, dass eins der größten Medienunternehmen Europas es so nötig hat? Und: Die würden´s wesentlich professioneller anstellen, als ich es in meinem unbeholfenen Versuch, Tobi „zur Seite zu stehen“!
Nein, mein Beitrag gestern war nur meine eigene Meinung, die ich hier kurz kundtun wollte, da ich ganz persönlich (ohne von meinem Arbeitgeber dies aufgezwungen bekommen zu haben!) von der Betty überzeugt bin und der Gebrauch mir echt Spaß macht.
Dies wahrscheinlich noch mehr, weil ich als Betty-Tester nicht 40 Euro bezahlen musste, sondern das Teil umsonst bekommen habe! ;-)
Also, wünsche euch noch viel Erfolg mit es-de-we.net und hoffe, dass ihr euch bald wichtigeren Themen widmen könnt. Immer schön die Kirche im Dorf lassen und nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen…
Viele Grüße
ein anonymer Betty-Tester (der jetzt zu seinem brainwashenden Arbeitgeber muss)
23.01.2007, 08:53 Uhr
Hallo Tobi,
nun ich will Stellung beziehen.
Du schreibst „Ich dachte, ich könnte einen hilfreichen Beitrag leisten, die Transparenz von Betty zu erhöhen, aber man wird ja hier nur angefeindet…“
Das mag vermutlich daran liegen, dass du nicht gleich gesagt hast, mit welcher Motivation und vor allem mit welchem Arbeitgeber du diesen Beitrag geschrieben hast. Hättest du von Anfang an versucht, einen (kritischen) Dialog mit offenen Karten zu spielen, sähe die Sache etwas anders aus; nämlich positiv. Man hätte sagen könnte, dass sich die Betty-Mitarbeiter um ihr Produkt „kümmern“ und dazu Stellung in der Blogwelt beziehen, statt „hintenrum“ scheinbar objektiv zu schreiben. Diese Chance ist nun definitiv vergeben.
Weiterhin schreibst du „Allein durch das mitloggen von IP-Adressen kannst Du doch nicht wirklich davon ausgehen, dass Du irgendwelche Schlüsse ziehen kannst!“
Das ist – für sich gestellt – korrekt. Und ich schaue auch sicherlich nicht nach, wo jeder Besucher des Blogs hergekommen ist.
Wenn allerdings ein weiterer komplett positiver Kommentar von einem „Betty-Tester“ abgesetzt wird, schaue ich mir die Sache schon einmal genauer an.
Und wenn ich dann in meinen Logfiles entdecke, dass die IP-Adresse des Kommentar-Autos zu ProsiebenSat1 gehört, dann weiß ich, wie der Hase läuft.
„Seriöser Umgang mit Daten […] anders als in diesem Blog wie sich hier auch wieder offenbart.“
Was genau ist denn am Umgang der erfassten Daten in meinem Blog nicht korrekt? Die E-Mail-Adresse, welche zum Kommentieren genutzt wird, wird nicht öffentlich gezeigt und ist nur mir zugänglich. Diese (deine) E-Mail-Adresse habe ich genau einmal (1) genutzt, um dir eine freundliche Mail zu schicken. Nicht mehr, nicht weniger.
„Aber anscheinend hast Dus mit der Ehrlichkeit auch nicht so, dass Du einen offensichtlichen Fehler von Amazon […] zu Deinem Vorteil[…]“
Das ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen: Amazon ist das größte Internet-Warenhaus. Alleine die Tatsache, dass dort die Rechner so billig angeboten wurden, war für mich schon verwunderlich. Bestellt habe ich den Laptop nur um zu sehen, was passiert. Und glaub mir, da war ich nicht der einzige.
Es war mir von Anfang an klar, das Amazon diese Laptops nie ausliefert; es ging im Prinzip nur um den Spaß an der Sache.
23.01.2007, 09:06 Uhr
Genau!
Genau!
Es geht um den Spaß an der Sache! Du hast es erfasst!
Und um Spaß geht es doch auch bei Betty! Auch als Betty-Mitarbeiter kann man Spaß an Betty haben. Sonst hätte ich wohl keine zuhause.
Mein Bericht war insofern objektiv, da er meine Meinung widerspiegelt.
Und die kann man nicht kaufen!
Niemand hat mich darum gebeten an diesem Blog teilzunehmen. Ich dachte, wenn hier schon einige schreiben, die von Betty keine Ahnung haben, dann kann es auch nicht schaden, wenn sich jemand zu Wort meldet, der Ahnung davon hat…
Aber hier hat man es anscheinend mit „Pseudo-investigativem“-Boulevard-Hobby-Journalismus zu tun.
Hier wird ja leider nicht auf das eigentliche Thema eingegangen!
23.01.2007, 11:41 Uhr
@ Tobi, meine Antwort gibts drüben bei mir.
NIchts desto trotz wundert es mich wie das Ding auf einmal platzt, nur weil ein paar Blogger, auf einige, aus unserer Sicht, kritische Punkte aufmerksam machen, die, wie du richtig sagst Tobi, offen im Netz stehen.
Deshalb frag ich mich warum das so ein Problem ist? Und man deshalb als Paranoid hingestellt wird? Schade, dass das jetzt in eine nicht so schöne Diskussion ausufert. Aber die Art wie Ihr hier auf die kritischen Konsumenten eingeht, braucht man sich nicht wundern, wenn jetzt so was kommt.
23.01.2007, 20:32 Uhr
Meine Güte!
Ich glaube man hat es hier eher mit „Pseudo-authentischem“-Hobby-PR zutun. Erst wird gelobhudelt und wenn dann einige Menschen insgesamt stutzig werden und anfangen unbequemere Fragen zu stellen, dann auf einmal wird zugegeben, dass man doch nicht ganz so voreingenommen ist wie es vorher den Eindruck machen sollte, und wenn’s noch enger wird, wird plötzlich scharf geschossen und das Blog sowie die Kritiker als paranoid und nicht „diskussionsfreudig“ hingestellt.
Klar wird jetzt nicht mehr auf das eigentliche Thema „eingegangen“, wie toll doch Betty sein soll. Was habt ihr denn erwartet, dass alle in Begeisterung ausbrechen? Wann kapiert ihr endlich, dass sich die wenigsten in dieser Sphäre (und sei der Versuch noch so subtil, hirnverbrannt oder offensichtlich) manipulieren lassen.
Irgendwann kommt sowas immer raus, Beispiele dafür gab es in der Vergangenheit genug.
Ich kann nur den Kopf darüber schütteln wenn ich sehe wie viele Firmen lachend und frohgemut in die Kreissäge der Heuchelei in Blogkommentaren laufen.
Grüße
Peter
25.01.2007, 10:21 Uhr
Manmanman, da braucht jemand aber nochmal eine Nachhilfestunde in Sachen Krisen PR… ob der Arbeitgeber weiß, dass er sich hier als Betty Mitarbeiter outet? Habe meine Gedanken zu dem Thema auch niedergeschrieben:
http://tinyurl.com/383rlz
Ich bin gespannt ob und wie sich die OFFIZIELEN Betty PR Beauftragten dazu äußern werden…
Blog-Link gekürzt, damit das Layout nicht zerhauen wird -MW
25.01.2007, 12:47 Uhr
„…ob der Arbeitgeber weiß, dass er sich hier als Betty Mitarbeiter outet? “
Sie wissen es. Auch der Marketingmanager von Betty und ich denke es wissen mittlerweile auch einige bei Pro7Sat1 und Swisscom. Wenn sie es nicht schon von Anfang an wußten, spätestens seit vorgestern, war die Diskussion hier auch im Management bekannt.
Wenn sie es nicht gewusst haben, haben Sie es verpasst eine klare Internetstratgie zu fahren. Es muss doch klar sein, dass Kritik kommt, vor allem im Netz, hier muss ich mir doch im Voraus eine Strategie überlegen dies auch an meine Mitarbeiter kommunizieren, in der heutigen Zeit auf jedenfall.
Egal ob es der Sachbearbeiter, Redakteur oder sonst wer war, er repräsentiert das Unternehmen und das Produkt.
Wenn sie es von Anfang an gewusst haben, um so peinlicher für die Verantwortlichen.
Ich glaube kaum, dass es eine Stellungnahme gibt. Ich denke nicht, dass sie für eine kritische Diskussion bereit sind, zumal sie momentan noch recht klein ist, aber man merkt wie das Informationsbedürfnis zu Betty täglich zunimmt.
So wie ich das sehe, wird gerade erstmal versucht Interesse und Neugier zu wecken, mit Werbespots die nur den Namen zeigen. Die Leute werden neugierig, wollen sich informieren und das machen sie im Internet, damit kommen die Interessierten auch hier vorbei. Bei dieser Strategie ist es umso erstaunlicher, dass man mit Kritik aus dem Internet bzw. Blogs so unbeholfen umgeht.
Was sie von dem Ganzen hier vermutlich halten, beschreibt der „Betty Tester“ von Pro7Sat1 einige Beiträge weiter oben:
„(Ich glaube eher, den Unternehmen selber ist´s so komplett absolut völlig wurscht, was hier so geschrieben wird…)“…und:
„Glaubt ihr im Ernst, dass eins der größten Medienunternehmen Europas es so nötig hat? Und: Die würden´s wesentlich professioneller anstellen, als ich es in meinem unbeholfenen Versuch, Tobi „zur Seite zu stehen“!“
Weils es ihnen so wurscht ist, rennen die letzten Tage Scharen von Betty Leuten einschließlich Manager, Pro7Sat1 und Swisscom Leuten über die betreffenden Blogs. Der Glaube, dass sie es professioneller anstellen würden als hier…den hatten schon viele Andere egal wie groß die Unternehmen waren.
Das ist eben der Punkt! Alle denken sie würden es professionell können, aber sehr viele (vor allem PRler und Marketingleute) haben hier, in der Blogosphäre, versagt und mussten es dann schmerzlich feststellen.
Sie unterschätzen es, sie denken sie haben alles im Griff und wären unangreifbar, weil sie so groß und professionell sind und Kritiker wie hier und in anderen Blogs sind anscheinend „wurscht“… was bei den „Profis“ so rauskommt, kann man jeden Tag an der Blobar lesen.
Ich bin gespannt wie sie es professioneller machen, wenn diese Punkte auch von anderen aufgegriffen oder kritisiert werden und wie man sieht passiert das gerade…
25.01.2007, 13:15 Uhr
Zur Aufklärung:
1. Es wußte niemand, dass ich mich hier an diesem Blog beteilige.
2. Es war einzig und allein meine Idee, dass es doch auch nett ist, wenn sich jemand an der Diskussion beteiligt, der auch Ahnung von Betty hat.
3. Wer hier immer wieder das Thema „paranoid“ anspricht hat anscheinend nicht die gesamte Blog-Historie durchgelesen
4. Ist alles was ich hier geschrieben habe meine persönliche Meinung, und ich sehe gar nicht ein, dass man sich nicht positiv über ein Produkt äussern darf wenn man in der Firma arbeitet. Die wenigsten hier sind Betty-Tester nehme ich an.
5. Finde ich Betty einfach gut, und sie macht Spaß.
6. Lest euch doch mal die Datenschutzerklärung eures Internetproviders durch. Und eröffnet so einen Blog mal über GMX, AOL, usw…
7. Der „gläserne Konsument“ ist doch schon längst Realität. Wenn ich mich bei Amazon einlogge, dann wissen die sofort meinen Namen, was ich schon alles bestellt habe, und was Leute bestellt haben, die den gleichen Artikel wie ich gekauft haben.
Finde ich das schlimm? Was sind denn da eigentlich die negativen Konsequenzen für mich?
Ich schätze mal, jeder hier hat „Staatsfeind Nr. 1″ oder „23″ gesehen. Manche denken nur leider, sie wären Will Smith und die „bösen Unternehmen“ die CIA.
Mit der Realität hat das aber leider wenig zu tun.
Ich bin echt ein wenig schockiert, wie hier künstlich ein „Skandal“ aufgebauscht ist, der aber gar keiner ist. Aber ansonsten wärs ja auch langweilig, oder?
25.01.2007, 15:27 Uhr
Tobi: jetzt mal ganz ohne „Skandal“ usw. – was hättest Du Dir abgebrochen von Anfang an offen zu kommunizieren, dass Du bei dem Laden arbeitest? Deswegen kannst Du ja trotzdem Deine Meinung schreiben – aber es ist halt schon seltsam, wenn Du ein Loblied auf ein Produkt oder eine Firma singst und dabei verheimlichst, dass Du für die arbeitest, die Du da so anpreist. Ob das nun einfach unüberlegt war von Dir (vielleicht hast Du ja wirklich noch nichts vom Spreeblick-Jamba-Fall gehört) oder ob es eben doch ein gezielter Versuch von Dir im Auftrag Deines Arbeitgebers war, die Meinungsbildung in Weblogs/Foren zu beeinflussen kann man jetzt nicht mehr sicher sagen – aber Du musst zugeben, dass ein seltsames Gefühl dabei bleibt, oder nicht?
In den meisten Weblogs wird Transparenz eben sehr wichtig genommen, d.h. wenn jemand über ein Produkt schreibt, bei dem man irgendwie involviert ist (sei es als Mitarbeiter oder der Hersteller ist ein Sponsor o.ä.), dann wird einfach erwartet, dass man diesen Zusammenhang auch offen legt. Dadurch kann jeder Leser selbst entscheiden, welche Rolle diese Tatsache auf die Bewertung des Geschriebenen haben soll. Das gilt eben nicht nur für die Blogger, sondern auch für alle, die kommentieren.
Klar kann man der Meinung sein, dass so was nicht wichtig sei und es nicht schlimm sei, solche Zusammenhänge zu verschweigen – man darf sich dann aber nicht wundern, wenn andere – nachdem der Zusammenhang publik geworden ist – nachfragen. Und was Du da gerade schreibst macht es nur schlimmer.
Du hättest einfach zugeben können, dass es wohl ein Fehler war so zu agieren, wie Du es getan hast – dazu musst Du es nicht mal selber für einen Fehler halten, es reicht, wenn Du siehst, dass es Dein Umfeld hier in den Weblogs für einen Fehler hält – und der Fall wäre erledigt gewesen und es wäre vielleicht doch noch zu einer sachlichen und produktiven Auseinandersetzung mit und über das Produkt geworden. Jetzt ist das Thema nur noch die Frage, welche Motivation Du hattest das zu schreiben – und persönliche Überzeugung nimmt Dir offenbar kaum noch jemand ab…
25.01.2007, 17:49 Uhr
Hallo und willkommen in der sonderbaren Welt der Marketingstrategien,
ich kann nicht mehr an mir halten.
„…dass man sich nicht positiv über ein Produkt äussern darf wenn man in der Firma arbeitet“, will Tobi es nicht verstehen oder versteht er es wirklich nicht? Tobi, wenn du von Anfang an die Wahrheit gesagt hättest und nur erwähnt hättest, dass du bei Betty tätig bist wäre alles kein Problem. Somit ist deine Glaubwürdigkeit allerdings dahin.
Sehen wir doch Betty einfach mal aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Ein Unternehmen entwickelt ein einziges Produkt, was selbst bei einer „Mitspiel-Fernbedienung“ ein gewisses Maß an Aufwand und Kosten mit sich bringt. Nun kooperiert Betty mit der Pro7 Gruppe und finanziert sich Betty, wie auf der Page beschrieben von den Veranstaltern, 30% der werblichen Angebote und den kostenpflichtigen Diensten. Das mag ja alles nicht ganz wenig sein. Unternehmen sind allerdings Standartgemäß auf den maximalen Gewinn fixiert. Und da sehe ich die BWL´er Augen glänzen, damit läst sich in der heutigen Zeit richtig Money erzielen…mit dem Verkauf der Nutzerprofile.
Solche Dinge sind mittlerweie Standart, dass wissen wir alle. Dies wird auch auf Betty TV zutreffen, auch wenns hier noch mehr der engagierten Mitarbeiter abstreiten.
„Finde ich das schlimm? Was sind denn da eigentlich die negativen Konsequenzen für mich?“…ob du es schlimm findest bleibt dir und uns überlassen, kritisch sollte dem jedoch erst mal jeder entgegenstehen. Leider machen das die Wenigsten, so haben Produkte wie Betty oder Paybackkarte überhaupt eine Chance auf dem Markt.
Den unter Punkt 5 stehenden Werbeslogan brauchst du im Übrigen nicht nochmal zu wiederholen, den hast du jetzt oft genug genannt, ob er nun wirklich auf dich zutrifft sei dahingestellt.
Außerdem erkenne ich noch keinen Skandal, vielleicht ists für dich einer, weil mittlerweile viele Leute darauf aufmerksam werden, was ich nicht unterstellen will.
Ich werde derweil mal nachschauen ob meine Kathrein „Remote Control“ auch schon Input über mich und mein Wesen brauch um von einem zum nächsten Channel zu switchen…Siggi
25.01.2007, 18:56 Uhr
„Der „gläserne Konsument“ ist doch schon längst Realität. Wenn ich mich bei Amazon einlogge, dann wissen die sofort meinen Namen, was ich schon alles bestellt habe, und was Leute bestellt haben, die den gleichen Artikel wie ich gekauft haben.“
Eben und genau das ist kein Grund, jedem und allem ,wo ähnliches möglich ist, auch zu vertrauen. Was habt ihr erwartet? Das man euch mit freudig offenen Armen empfängt und alle schreien tolle neue Erfindung, auf das hat die Welt gewartet?
26.01.2007, 09:28 Uhr
Wie heisst es so schoen?
Auch negative Publicity ist Publicity.
Und in meinen Augen oftmals sogar die Bessere (wie man immer wieder bei Paris sehen kann)…
*rofl*
27.01.2007, 12:59 Uhr
Hallo Zusammen, interessante Wortmeldungen. Ich glaube auch das es Betty und somit Tobi lediglich um die publicity geht. Es soll kontrovers diskutiert werden. Bei Betty weiss man sicher auch das man nicht 100% der Fehrnsehzuschauer mit dem Betty Produkt beglücken kann. Also gibt es welche die das toll finden und eben welche die es nicht toll finden. Der Markt wird es zeigen.
Schaut man in die Schweiz wo es Betty schon längere Zeit gibt scheint Betty jedenfalls kein durchschlagender Erfolg zu sein, denn sonst hätte die Swisscom schon längst positiv davon berichtet.
Im Gegenteil Betty dümpelt vor sich hin. Das Thema der Swisscom ist „IPTV“. Kunden müssen auf Ihren Anschluss und die Installation warten. Die Swisscom wurde vom Erfolg überrascht.
Betty wird in der Schweitz wie ein Ladenhüter angeboten. 69 SFR und es gibt immer was dazu: Kuscheldecken DVD usw. Bleibt abzuwarten wann Betty verschenkt wird.
Am Ende fragt der Kunde immer warum soll ich Betty für 39 € kaufen? Was habe ich davon? Auf diese Frage konnte bisher keine seriöse Antwort gegeben werden. Schaut man sich an was Betty kommuniziert..“Draussen ist Doof“ bleib zu Hause Betty kommt. Scheint alles zu sein was man zu Betty zu sagen hat. Jedenfalls blaubt auch auf dem Internet Auftitt von Betty alles etwas vage und damit auf jedenfall auch kontrovers.
Alles was ich will beim Fernsehen, ist mich zurückzulehnen, zu entspannen.
Dafür brauch ich keine Betty.
27.01.2007, 14:59 Uhr
Sehe das ähnlich.
In Presseinterviews spricht man lediglich von „einigen tausend“ in der Schweiz im Umlauf befindlichen Geräten. Es wurden allein schon einige tausend Geräte zu Testzwecken im Frühjahr 2006 verschenkt, ähnlich wie auch in Deutschland.
28.01.2007, 01:25 Uhr
Tja, die Betty-Redakteure sind auch auf anderen Webseiten unterwegs und versuchen als Benutzer getarnt Betty zu promoten:
http://de.answers.yahoo.com/qu.....049AAzgyBu
Letztlich ist „Betty“ nur eine überteuerte und absturzgefährdete Universalfernbedienung, die „nach Hause telefoniert“ und den Zuschauer durchleuchtet – und einige sicher auch zur Spielsucht und Verschuldung treibt. Wen wundert’s bei ProSiebenSat1, dem Heimathafen von 9live?!
Meine Meinung: Betty ist gefährliche Abzocke… technisch alles andere als innovativ und gehört zu den Dingen, die wirklich niemand braucht.
28.01.2007, 06:28 Uhr
Tobi meinte:
„Du darfst aber nicht vergessen, dass seriöse Firman auch einen seriösen Umgang mit den Daten pflegen (müssen) die sie bekommen…“
Erstens ging es nie um personenbezogene Daten, sondern um statistische Daten. Und mit diesen darf die Betty TV AG machen was sie will, da sie (wie bereits erwähnt) nicht personenbezogen sind.
Mehr dazu: http://www.rodnox.de/rodlog/in.....tzung.html
02.02.2007, 09:30 Uhr
Ich nehme mal an, ich wäre immerhin ein potentieller Käufer. Gewesen. Erfahren habe ich von der Technik tatsächlich erst auf Blackspears Blog. Ganz gleich, wie’s auch immer war: Was die Wirkung auf den Konsumenten „Ich“ angeht, so ist meine Entscheidung heute gefallen. Gegen das Produkt. Wie das insgesamt wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Ich bin ja kein Marketing-Experte. Mir scheint’s aber insgesamt eher ungünstig. Ich kann indes bei den Beiträgen nichts entdecken, was irgend etwas „aufbauschen“ würde. Mir fällt positiv auf, wie sachlich man hier trotz der für mich eindeutigen Reaktion der „Ertappten“ bleibt. Verschwörungstheorien gibt’s im Netz genug. Die sehen dann ganz anders aus.
Herzliche Grüße,
Pablo Pirnay-Dummer
14.02.2007, 14:51 Uhr
BETTY wird auch bei dem HappyDigits-Bonusprogramm als Prämie angeboten.
27.03.2007, 14:09 Uhr
Also ich hab die Betty schon einige Wochen. Am Anfang war es fair: 1 Folge Simpsons schauen und 300 Sofameilen kassieren.(Das wären mehr als 20 Digits) Doch nach dem Launch bakam man nur höchstens 30 Meilen = 2 DIgits = 2 Cent. Ich soll also ne halbe Stunde Fern glotzen um 2 Cent zu bekommen? Das ist wirklich MIst! Dann lohnt sich es halt nicht mehr!!
27.03.2007, 20:05 Uhr
@Daniel
Was hast du erwartet? Das Betty AG bzw P7S1 nen Caritasverein is, der Geld zu verschenken hat? Sicher nich, mit Speck fängt man Mäuse, nix anderes läuft da.
Du erkennst es wenigstens. In manchen Foren gibts ne Menge merkbefreiter, die sich immernoch freuen weil sie gerade 20 Sofameilen oder nen Schlüsselanhänger geschenkt bekommen haben.
Wenn man nicht wirklich Hardcore Glotzer ist, hat man wohl nie die Chance für 55 000 Sofameilen nen Plastiksudokuspiel einzutauschen :-( .
Aber hey Daniel, es zählt doch der Spaß am „interaktiven“ Mitmachfernsehen. Dafür noch was zurückzuerwarten ist doch fast unverschämt ;-) !
05.04.2007, 22:55 Uhr
Mittlerweile hat die Firma zur Werbung 50 betty- Fernbedienungen in Kiel im Citypark verschenkt (Gewinnspiel, bei dem mal sooft teilnahm, bis man eine gratis bekam). Warum machen sie das?!
20.04.2007, 11:43 Uhr
Peter die müssen das Zeug verschenken weils sicher keiner mehr kaufen will. :D
Aber mal im ernst… hatte gerade den Spot mal wieder gesehen und mal wieder nicht kappiert was der Flimmerkasten mir sagen will.
Fix nach Betty gesurft, gelesen, kopf gekrazt, nochmal gelesen…
Und hier meine Lieblings-Textstücke:
„Betty kostet einmalig 39,90 €, danach gewinnen Sie nur noch.“
Das erweckt für mich den Anschein das man in angemassener Zeit seine 40€ zurück gewinnt.
Aber im Prinzip wirds wie bei den Gewinnspielportalen laufen bei denen man 20 Euro im Monat zahlt um an zig Gewinnspielen teilnimmt.
Man bekommt natürlich das Geld zurück wenn man nicht gewinnt.
Abgesehen davon das der Briefkasten vor Werbung explodiert ist das Problem das ja auch ne Dose Hundefutter ein Gewinn ist ;-)
„Betty TV finanziert sich wie ein privater, frei empfangbarer Fernsehsender, der ja auch keine Gebühren von seinen Zuschauern erhebt.“
Der Vergleich hinkt ja schon sowas von.
Betty ist ein Zusatzdienst wie Teletext!
Und finanziert wirds doch am Schluß eh
durch die Spielsucht der Handygeneration :D
Die paar cents die man für die Sofameilen bekommt
naja wenn ihr den Fernseher ausmacht
macht ihr nen besseren Schnitt
weil dann verbraucht ihr weniger Strom ;-)
Also ich sage mal weise vorraus:
Die Meilen werden weniger
und auf die paar kostenlosen Gewinnspiele
drängeln sich dann alle Betty user.
Den einzigen Vorteil den ich sehe,
man kann seinen „Spam“ dann in einer
physikalischen Form vor die Wand werfen! :D
05.05.2007, 18:07 Uhr
Habe über happydigits eine Betty geschenkt bekommen, wollte sie gerade anschließen aber das Teil funzt noch nicht mal richtig (obwohl ich wirklich jede mögliche Anschlußkombination ausprobiert habe) … und auf ebay kriegt man die Dinger mittlerweile auch für 1 Euro hinterhergeschmissen …
Ich wollte eigentlich auch nur ne neue Fernbedienung haben, aber das Teil funzt nicht richtig, weil ich mich nie angemeldet habe … weiß jemand wie man das Teil hackt oder crackt? :-)
14.11.2007, 21:37 Uhr
Also das man das Datenschutzgesetz mit so netten AGB´s umgehen kann ist schon super :-/ aber ich gestehe das ich mir auch eine Betty für einen Euro bei Ebay gekauft habe :-) ne billigere Universale hab ich nicht gefunden. P.S. Tobi ist wohl bald arbeitslos.
Zitat:
München, 12. November 2007, Swisscom stellt den Geschäftsbetrieb der Betty TV (Deutschland) AG ein Swisscom hat verschiedene strategische Optionen für Betty TV überprüft und trotz intensiver Bemühungen keine überzeugende Lösung gefunden. Daher wurde entschieden, die Geschäftsaktivitäten von Betty TV (Deutschland) AG bis spätestens Ende Dezember 2007 einzustellen.
15.11.2007, 17:35 Uhr
Hallo Torben.
Du liegst sowas von richtig!
Ich hoffe Du freust Dich auch ein bisschen darüber. Du scheinst nämlich ein ganz besonders nettes Kerlchen zu sein.
Ich wünsche euch allen noch ein schön paranoides Leben…
Und nicht vergessen: Payback-Karten wegwerfen, Personalausweis und Reisepass zurückgeben, Telefon abmelden, Internet sowieso, Konten kündigen, und bloß kein Handy bei euch tragen!
Ihr werdet nämlich überwacht!
05.03.2008, 20:30 Uhr
Schade das eGruss Kitty