Daten zu verschenken!
Endlich. Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung tritt endlich in Kraft. Nie wieder Kriminalität, illegale Pornografie oder gar Terrorismus, da ja jetzt alles 6 – 24 Monate aufbewahrt wird. Und die Raubkopierer hat man dann auch erledigt. Dann kauft wenigstens wieder jeder ordentliche CDs, die mit anständiger Schutzsoftware versehen sind, denn die darf man nicht mehr umgehen.
Zum Glück ist es nicht so, dass ein beträchtlicher Teil der Deutschen in der Vergangenheit schon einmal unter den Verhältnissen der totalen Überwachung gestanden hätte, denn sonst gingen womöglich alle sofort auf die Straßen. Aber – Moment – nein, ich sehe keinen. Auf dem Bürgersteig gehen alle in Reih und Glied ihren Weg.
Aber gut, es gibt ja auch Nachteile. Die Kosten zum Beispiel. Jedoch gibt es auch dafür schnell passable Lösungen: Man verkauft einfach die Personalausweisdaten an Firmen der Wirtschaft. Das wird nach momentanem Stand der Dinge zwar noch abgelehnt, aber kommt Zeit, kommt Rat. Mit Sicherheit. Es hatte ja auch niemand die Absicht, die Mauer zu bauen (außer „Die Partei“ von Martin Sonneborn).
Aber solange das deutsche Volk sonntags sofafaul Klingeltonwerbung und die Super-Nanny anschaut und weiterhin Happy-Digits und Payback-Punkte sammelt, wird sich an alledem überhaupt nichts ändern. Mit Sicherheit nicht. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.































