Backup beim Zoll? Toll!
Ah, meine amerikanischen Freunde denken mit.
Einfach mal folgendes vorstellen: Ich reise in die USA. Dort will ich natürlich auch Musik hören, Dokumente und Fotos speichern und meinen Laptop benutzen.
Aber, Mist: Datancrash und Diebstahl: Der iPod wurde geklaut, der Laptop ist unsanft auf den Boden gefallen und das Handy mag die Speicherkarte nicht mehr. Was tun?
Die Daten, die seit der Einreise in die USA dazu gespeichert wurden, sind weg. Pech. Aber für die „alten“ Daten gibt es noch eine Rettung.
Ganz einfach: Man ruft beim Zoll an, denn die haben seit neustem die Möglichkeit und die Erlaubnis [2], alle analogen und digitalen Geräte mit der Fähigkeit zur Datenspeicherung zu untersuchen. Doch damit nicht genug: Die Zollbeamten dürfen sich bei der Einreise auch Kopien der Daten anfertigen oder gleich das ganze Gerät zur „Datensicherung“ einziehen. Und wenn das auch nicht ausreicht, reichen die Zöllner die Datenspeicher an private Unternehmen weiter. Vielleicht bekommt man sein Gerät dann Monate später sogar zurück!
Warum? Nun, der Terror. „Dokumente in fremden Sprachen und ‚andere Gründe‘ würden solch eine Weitergabe rechtfertigen“, schreibt Heise. Wunderbar; ich freu‘ mich schon.
Das dies nicht so sein muss, ist mir auch klar. Der Zoll wird wohl kaum die Zeit und die Kapazitäten haben, sich Kopien von allen Datenträgern anzufertigen. Das jedoch die legitime Möglichkeit hierzu besteht, jagt mir einen Schauer über den Rücken.
Aber, nicht aufgeben! Truecrypt mit Hidden Volumes sollte auch die Zollbeamten alt aussehen lassen.
































06.08.2008, 21:30 Uhr
Oder ein eigenes NAS am Netz. Die Daten bleiben schön brav zu Hause, trotzdem weltweiter Zugriff und der Zoll kann machen was er will.