Archiv für Oktober, 2008

67589265 – und das G1 ist frei?

Montag, 27. Oktober 2008

Viel ist in letzter Zeit über Android, das neue OpenSource-Betriebssystem für Mobiltelefone geschrieben worden.
Das erste „richtige“ Android-Handy, das G1 von T-Mobile (gebaut von HTC) kam vor Kurzem in den USA in die Läden, ab 30. Oktober wird es auch in Großbritannien verkauft.
Doch es gibt einen Haken: Das Handy wird in beiden Ländern als Bundle mit einem Mobilfunk- und Datenvertrag oder als vertragslose Variante für 399 $ angeboten – jedoch immer mit einem Netlock für das jeweilige T-Mobile-Netz des Landes. Diesen Netlock kann man zwar nach (humanen) 90 Tagen offiziell entfernen lassen, aber nervig ist er trotzdem.
Wie sinnlos die Netzsperre sein könnte, zeigt sich bei genauerem Blick auf die Architektur der Software, in welche auch der Lock implementiert ist:

Da die kompletten Quellen des Android-Systems offen gelegt wurden und die ersten Menschen das Gerät in der Hand halten, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der Netlock komplett verschwindet: Wer den Quellcode zur Sperre kennt, hat auch gleichzeitig den Schlüssel in der Hand. Es wurde auch schon darüber spekuliert, ob es eine Unlock-Anwendung einfach im Android Marketplace geben wird – der soll ja angeblich ohne weitere Kontrolle von Google leben.

Vor drei Tagen ist ein Video bei YouTube hochgeladen worden, dass die Aufhebung des Netlocks zeigt – zumindest sieht alles danach aus. Bei 2:00 Minuten wird es spannend:
Der Zahlencode 67589265 scheint das G1 für das Fremdnetz freizuschalten.

Ob dieser Code allerdings für jedes Handy und auch für jedes Fremdnetz gilt, bleibt abzuwarten. Die Infos hierzu sind noch rar, auch eine Google-Suche nach der Code-Nummer liefert (momentan) wenig sinnvolles.

Aber schön wär’s schon.

Update: Das Video ist, wie Lars unten richtig bemerkt hat, nicht mehr über YouTube verfügbar. Sucht man nach Android Unlock, sieht man das Video (und einen Re-Up) zwar momentan noch in der Übersicht, aber das Video selbst ist nicht mehr online.

and_reup

Das diese Anleitung möglicherweise nicht lange online bleiben würde, dachte ich mir schon – und habe vorsichtshalber heute noch eine Kopie des Videos geladen, die ich nochmal online gestellt habe. Wie auch immer – das Video stammt nicht von mir, sondern wurde ursprünglich von AndroidCommunity.com veröffentlicht.

Überwachte überwachen Überwacher.

Montag, 20. Oktober 2008

Es ist ja eigentlich nichts neues, dass die Polizei bei Demonstrationen kräftig mitfilmt.
Aber warum die Kameras öffentlich aufbauen, wenn man sie auch verstecken kann?
An den Stellen 0:59, 1:30 und 1:39 sieht man es recht deutlich.

Worum ging es bei dieser Demonstration am 11. Oktober?
Richtig, um den Überwachungswahn in Staat sowie Wirtschaft.

Mail-Betreffzeilen, die ich nicht sehen will, #1

Montag, 13. Oktober 2008

Mann, Cortal Consors …
Müsst ihr mir wirklich eine E-Mail schicken, deren Betreff so heißt?

Finanzkrise - Was Sie über Cortal Consors wissen sollten

Als ich die Zeile heute morgen gelesen habe, dachte ich schon, es sei eine Beicht-Mail, in der stünde, dass nun meine Milliarden futsch seien.
Aber zum Glück wolltet ihr mich nur beruhigen, dass mein Geld bei euch in sicheren Händen sei.
Gut. Nächstes Mal bitte trotzdem einen anderen Betreff einfallen lassen.

iCal und Adressbuch syncen: fruux machts. Kostenlos.

Montag, 06. Oktober 2008

fruuxIch glaube, fruux könnte für viele Mac-User wirklich zum next big thing werden. Den fruux macht etwas, was man vorher nicht kostenfrei in dieser Art machen konnte: Es synchronisiert auf einfache (!) Weise alle Kalender, Adressbucheinträge und -gruppen auf verschiedenen Rechnern miteinander. Später soll auch noch das iPhone / der iPod touch auf direktem Weg dazukommen.
fruux gleicht also genau wie MobileMe die Daten ab, nur kostenlos.
Die Einstellungen von fruuxAu Mann! Wie lange ich darauf schon gewartet habe! Ich habe es damals schon bei „Zehn Dinge, die mich an Apple nerven“ geschrieben: Es gibt gab eigentlich keine Alternative, die einfach zu bedienen ist und ohne großen Konfigurationsaufwand funktioniert. Natürlich gab es Software oder Lösungen, das irgendwie hinzubiegen. Aber das war immer teuer oder nur mit Google Calender oder kompliziert oder mit viel Konfigurationsaufwand oder, oder, oder.
MobileMe (damals noch .mac) synchronisiert die Kalender und Kontakte auf gleiche Weise, bietet allerdings noch viele Zusatzfunktionen, die beispielsweise ich nicht brauche und kostet heftige 79 € im Jahr. Ich will nur syncen, sonst nichts. Da interessiert mich das Fotoalbum oder die Mailadresse herzlich wenig.

fruux ist so einfach, dass es mir fast Angst macht: Einfach die Software herunterladen, ein Konto anlegen, die angegebene Mail-Adresse bestätigen. Danach auf dem zweiten Rechner die gleichen Kontodaten angeben und synchronisieren. Fertig.
Probleme beim ersten Datenabgleich: Halb so wild.Beim ersten Sync traten bei mir einige Inkonsistenzen auf, aber das lag einfach daran, dass die Daten (manuell) auf beiden Rechnern vorhanden waren. Löscht man vorher seine Kalender und das Adressbuch, sollte diese Probleme nicht auftauchen.
fruux funktioniert sogar mit meinem iPod touch perfekt. Zwar nicht auf direktem Wege, aber der iPod wird mit meinem iMac-Kalender abgeglichen. Auf diese Weise findet er dann auch die Termine und Adressen, die vorher vom iBook über fruux zum iMac kamen. Klingt kompliziert, aber funktioniert ganz einfach.

Bisher ist die Software noch Beta, sieht aber schon sehr ausgereift aus. Weiter so! Ich hoffe nur, dass die Software nicht von Apple vom Markt geklagt wird.

Duo infernale?

Sonntag, 05. Oktober 2008

Apple iPod touch und Motorola F3

Wer meinen Weblog länger liest, wird sich vielleicht noch an die Artikel zum Motorola Motofon F3 vs. Nokia E70 erinnern:
Damals hatte ich mein Nokia E70 gegen ein einfaches Motorola-Handy eingetauscht. Eine Woche, einfach so, nur zum Spaß. Dabei hatte mich am Motorola vor allem gestört, dass man keine Termine und Notizen damit verwalten kann. Ich bin damals lieber beim E70 geblieben.

Kurz nachdem ich den Artikel geschrieben hatte, gab mein Nokia zum zweiten Mal den Geist auf: Wie schon beim ersten Handy, welches mir ersetzt wurde, funktionierte der Joystick nicht mehr.
Also musste ich im Juli gezwungenermaßen mein E70 zur Reparatur und mich wieder mit dem F3 zufrieden geben.

Zum Glück war ich in dieser Zeit nicht sonderlich auf die Organizer-Funktionen des Nokias angewiesen, da die Semesterferien angefangen hatten.
Mein Nokia-Handy ist mittlerweile immer noch nicht korrekt repariert – aber das ist eine andere Geschichte. Ich werde es verkaufen, wenn es repariert ist. Wenn es noch mal kaputt geht, ist es bestimmt nicht mehr innerhalb der Garantiefrist.

Vor drei Woche habe ich mich entschieden, mir einen iPod touch zu kaufen. Ein iPhone ist wegen der Abzock-Tarife von T-Mobile (more…)