Archiv für April, 2008

Linke! Noch ganz „klar“?

Mittwoch, 30. April 2008

Heute lag der taz der achtseitige BILD-Zeitungs-Verschnitt „Klar“ bei. Inklusive schlecht kopierten BILD-Headlines, Lügengeschichten, „Post von Wagner Lafontaine und Gysi“, Gewinnern (Mindestlohn-Kampagne) und Verlieren (Kurt Beck).

Das mit dem Stil klauen klappt schon ganz gut:
Die Artikel sind platt, die Headlines und Bilder groß. Die gestrichelten Linien zwischen den Artikel-Spalten fehlen allerdings; habt ihr die vergessen? Die rot-schwarz-weiße Farbkombination im Innenteil erinnert allerdings auch stellenweise an die Nationalzeitung.
Apropos Artikel: Der im blauen Kreis auf dem Cover angekündigte Stoiber, der „für DIE LINKE in Bayern wirbt“, entpuppt sich dann auf Seite 7 als Zeitungs-Verteiler Siggi Stoiber, der heute dann eben auch mal euer Käseblättchen verteilt.
Ja. Schülerzeitung ist nix dagegen.
Damit habt ihr es doch tatsächlich noch geschafft, das „Niveau“ des Springer-Blatts zu unterbieten.

Aber eins habe ich wirklich nicht verstanden:
Wo verdammt sind die Titten auf Seite eins hin?
Nicht sozialistisch genug?

Klar - Zeitungsbeilage der LINKEN

Ins Netz gegangen.

Dienstag, 29. April 2008

Lachs ist sehr lecker und nahrhaft.
Und da die gezeigte Packung Friedrichs Schottischer Lachs wegen nahe ablaufenden Haltbarkeitsdatums zum reduzierten Preis (abgebildete Packung; 150g; 3,20 €) angeboten wurde, habe ich zugeschlagen.
Als ich jedoch die Packung geöffnet habe, fühlte ich mich doch verarscht: In der Packung hätte locker der doppelte Inhalt platz gehabt. Der tatsächlich in der Packung befindliche Lachs füllte gerade mal etwas mehr als das Sichtfenster aus.
Man kann also deutlich von einer Mogelpackung sprechen:

Aus Gründen des Verbraucherschutzes ist eine Verpackung nicht zulässig, wenn die Füllmenge einer undurchsichtigen Fertigverpackung von dem Fassungsvermögen des Behälters um mehr als 30 % abweicht – mit anderen Worten: Wenn die Verpackung zu rund einem Drittel Luft enthält.

Und weil ich ein fauler Student mit tendenziell zu viel Zeit bin, habe ich eine Mail an den Hersteller, die Gottfried-Friedrichs KG aus Hamburg geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Kauf einer 150g-Packung „Premium Schottischer Lachs“ musste ich leider feststellen, dass die Packung desgleichen etwa doppelt so groß wie nötig ist.

Ich finde dieser Art der Verpackung und Präsentation irreführend, da dem Verbraucher ein deutlich größerer Inhalt in der Packung suggeriert wird.

Wenn sie bei der Qualität ihrer Waren und Auswahl der Rohstoffe größtmöglichen Wert auf Transparenz und Umweltfreundlichkeit legen, warum legen Sie dieses Engagement dann nicht auch bei der Verpackung und der Außenwirkung ihrer Waren an den Tag?

Ich bin jedenfalls enttäuscht, weit weniger Lachs als erwartet erhalten zu haben. Die 150g Einwaage waren nur sehr klein auf dem Rückseiten-Ettikett aufgedruckt.

Gruß,
Martin Weber

Zum Glück habe ich den Lachs nicht zum vollen Preis gekauft.
Lecker war er aber trotzdem.

Lachs-Mogelpackung von Gottfried-Friedrichs KG

Update, 05.05.2008: Man reagiert flink bei Gottfried-Friedrichs:

[…] vielen Dank für Ihre Anmerkung zu unserer Schachtel für den Schottischen Lachs. Es tut uns Leid, dass wir bei Ihnen den Eindruck erweckt haben eine Mogelpackung herzustellen – dies ist auf keinen Fall unser Ansinnen!
[…]
Es liegt in keinem Fall in unserem Interesse, unsere Kunden zu täuschen.
[…]
Wir danken Ihnen nochmals für Ihre Anmerkung und werden Ihre Anregung entsprechend weiterleiten.

Als kleine „Wiedergutmachung“ soll ich nun ein „Päckchen mit delikaten Inhalten“ zugesandt bekommen – vielen Dank hierfür schon einmal im Voraus.

Gehen Nokia die Zahlen aus?

Montag, 28. April 2008

Nokia hat heute drei neue Handys vorgestellt.
Neben dem 3600 slide kommen das 6600 fold und 6600 slide auf den Markt. Soweit, so gewöhnlich.

Sehr ungewöhnlich ist allerdings die Namens- bzw. Nummerngebung der beiden Handys:
Im allgemein immer undurchschaubaren Modellnummern-Dschungel von Nokia fällt es vielleicht nicht so auf, aber schon vor einigen Jahren gab es Modelle mit den Nummern 3600 (in Europa 3650) und 6600.

Die Zusätze slide und fold sind zwar neu, aber die Modellnummern alt und verwirrend. Oder ist das jetzt schon wieder Retro?

Wie wär’s denn mal mit einem kompletten Neuanfang?

Zum Beispiel Nokia 10 für Einsteiger, Nokia 30 für Musik, Nokia 50 für Entertainment, Nokia 70 für Business und Nokia 90 für Edel-Handys.

Das könnte man dann im Einser-Bereich nochmal neun Mal variieren (Nokia 11, Nokia 32 …).
Aber das hält bei den derzeitigen Modellzyklen wahrscheinlich auch nur für ein Jahr.

Finde den Fehler!

Montag, 28. April 2008

Aight, Steve. Du weißt, was gut ist. Gelle?

Neutsch. Fucking trendy!

Samstag, 26. April 2008

Karl war nicht sehr abgemorget, seit er das letzte Mal in seine Heimatstadt geriesen war.
Dennoch rich ihm der erste Burger nicht aus: Er rulpp sich auf, biel beide Fäuste und ralmp die beiden Omen vor sich weg. Dann roolpste er lauthals und frord zwei weitere Eisiger von der Bedienung.

Hört sich – seltsam an. Ich habe einfach ein paar Zeilen Text geschrieben und einige Verben und Substantive durch die Empfehlungen der Gesellschaft zur Stärkung der Verben ersetzt.

Die finden die normalen regelmäßigen Verben zu langweilig, deshalb stärken sie diese, was das Zeug hält.

Lustig ist es allemal, wenn man vor Schreck erstott statt erstarte, man sich erquak statt erquickte und gock statt guckte.

Jawollja. Denkt daran: Ab jetzt wird nur noch gefocken :)