Archiv für März, 2008

Aviary: Mächtiger Vogelpark

Mittwoch, 26. März 2008

Denkt man an Bildbearbeitung oder andere kreative Tätigkeiten wie Video-, Audio, 3D- oder Vektorbearbeitung, fallen einem nicht unbedingt webbasierte Programme ein.
Seit Urzeiten gibt es Webmailer, für Dokument- und Textverarbeitung eignen sich Web-Tools seit geraumer Zeit auch. Viel mehr ist meiner Meinung nach nicht praktikabel, sieht man von Micro-Programmen, die eine spezielle Aufgabe online erledigen, einmal ab.

Aviary möchte das ändern und all die oben genannten kreativen Tätigkeiten ins Web verlagern.
Jedem Einsatzzweck ist ein stellvertrender Vogel zugeordnet, von der Eule über den Specht bis zur Krähe sind alle vertreten.

Bisher sind von diesen vielen Programmen Phoenix, der Bildbearbeiter und Peacock, seines Zeichens Mustergenerator, online. Hier hat mich natürlich besonders die Bildbearbeitung interessiert. Dank Gerrit konnte ich vor einiger Zeit eine Early-Bird-Einladung absahnen, vielen Dank nochmal.

Um es vorweg zu sagen: Phoenix ist momentan für mich (more…)

Illusorisch.

Freitag, 21. März 2008

Zwiebel-Hackbraten als Fertiggericht Zwischen den auf den Nahrungsmitteln aufgedruckten Bildern der Produkte und der Realität liegen oft Welten. Besonders deutlich wird dies bei Fertignahrung oder kompletten Gerichten mit Beilagen, wie beispielsweise diesem äußerst leckeren Hackbraten.
Sicherlich hat jeder schon einmal eine solche Abweichung von der Realität festgestellt. Samuel Müller aus Berlin hat das Aussehen von einhundert deutschen Produkten mit dem Foto auf der Packung verglichen:

100 produkte im vergleich zu ihren werbefotos. alle produkte wurden eingekauft, die verpackungen fotografiert, die produktfotos vergrößert, die produkte nach verpackungsvorgabe zubereitet und zum vergleich fotografiert. alle produkte befanden sich innerhalb des haltbarkeitsdatums. alle produkte wurden aufgegessen. alle fotografien sind jederzeit wiederholbar.

Sehr unterhaltsam und lehrreich. Und vielleicht auch ein Anreiz, wieder mehr frisch zu kochen. Viel Spaß.

CSS3-Webfonts: Kernig!

Donnerstag, 20. März 2008

Für Safari-Nutzer sieht meine Website ab sofort etwas anders aus: Nachdem die gestern erschienene Version 3.1 als erster Browser unter anderem die CSS3 Webfonts unterstützt, habe ich mich in dieser Sache einmal etwas schlau gemacht und meine Überschriften geändert.
Besucher mit Safari bekommen nun statt der Georgia die wundervolle Vollkorn von Friedrich Althausen zu sehen.
Sie eignet sich für meine Zwecke perfekt:
Sie ist kostenlos (CC), schlank (nur 32 KB) und sieht hervorragend aus.
Der Unterschied ist im Vergleich zum Sprung Share vs. Helvetica bei Michael nicht so deutlich, aber dennoch zu erkennen.

Die CSS-Einbindung ist simpel und in wenigen Minuten erledigt:


@font-face {
font-family: Vollkorn;
src: url(‘vollkorn.otf‘);
}

h1 {
font-family: Vollkorn (…) serif;
}

Mit dem @font-face-Tag wird die zu ladende Schrift spezifiziert. Alle anderen Browser ignorieren diese Angabe momentan (noch) und stellen stattdessen die zweite Schrift in der Liste dar.
Hat man die gewünschte Schrift auf seinem Rechner ohnehin installiert, funktioniert die Darstellung in der Vollkorn logischerweise auch in allen anderen Browsern, aber das ist ja ein alter Hut.

So siehts jetzt mit Safari 3.1 aus:

CSS3-Webfonts in Safari 3.1

Bei der Wahl der Schrift muss man natürlich auf die jeweiligen Lizenzbedingungen achten:
Man kann zwar jede beliebige Schrift einbetten, darf es aber nicht.

Update: Auch das Developer-Panel von Safari ist entsprechend für die Webfonts gerüstet:
CSS3 Webfonts im Developer-Panel von Safari CSS3 Webfonts im Developer-Panel von Safari

Zwischenstopp bei der VDS.

Mittwoch, 19. März 2008

Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist ein guter Anfang im Verfahren gegen die Vorratsdatenspeicherung: Die Richter haben beschlossen, dass auf die (bisher ohnehin noch kaum erhobenen Daten) nur zur Verfolgung schwerer Straftaten zugegriffen werden darf. Das klingt für mich etwas nach „angezogener Handbremse“. [1] [2] [3]
Es bleibt natürlich abzuwarten, wie bei der endgültigen Entscheidung Ende des Jahres entschieden wird.
Ebenfalls begrüsse ich die Aussage von Patrick Breyer, Britgitte Zypries solle doch zurücktreten:

Frau Zypries hat die Vorratsdatenspeicherung gegen den Willen des Bundestages ausgehandelt, einer EU-Richtlinie ohne Rechtsgrundlage zugestimmt und die Datenspeicherung unter Verstoß gegen die klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland durchzudrücken versucht. Dieser vorsätzliche Verfassungsbruch macht sie als Bundesjustizministerin untragbar

0,002 Prozent.

Dienstag, 18. März 2008

Ein unabhängiges Gutachten des Freiburger Max-Planck-Instituts für Strafrecht zeigt, wie sich die Vorratsdatenspeicherung bei der Verbrechensaufklärung verhält.
Die Mitarbeiter des Instituts haben fast 500 repräsentativ ausgewählte Ermittlungs- und Strafverfahren ausgewertet.
Der AK Vorrat hat die wichtigsten Fakten auf der ersten Seite des PDFs zusammengefasst:

Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ergibt sich, dass die Verfolgung von Straftaten zu gerade einmal 0,002% durch eine Vorratsspeicherung von Verkehrsdaten effektiviert werden könnte.

Hervorhebung von mir

Das Gutachten ist in großen Auszügen beim AK Vorrat als PDF verfügbar.

Danke, MPI.