Archiv für Februar, 2008

Ich würde mich sowas von abmelden…

Mittwoch, 27. Februar 2008

Seit ich nicht mehr bei diesem sogenannten „Social-Community-Netzwerk“ angemeldet bin, macht es richtig Spaß, bei jeder kritischen Meldung drauf zu hauen.
Zur Sache: StasiVZ StudiVZ-Chef Marcus Riecke hat im Interview mit dem SPIEGEL Geschäftspraktiken seines Hauses gegenüber den Ermittlungsbehörden bekannt gegeben. Auf die Frage der personalisierten Werbung und der Änderung der AGB entstand folgendes Gespräch:

Riecke: Wir haben die Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung aus zwei Gründen geändert. Zum einen, um zielgerichtet werben zu können. Zum anderen, um Konflikte mit Ermittlungsbehörden zu vermeiden.

SPIEGEL ONLINE: Welche Konflikte?

Riecke: Wir stehen da zwischen den Fronten. Auf der einen Seite der Datenschutz, auf der anderen Seite die Ermittler. Das Telemediengesetz verbietet uns, ohne Zustimmung der Nutzer Nutzungsdaten zu speichern. […] Die Kripo- und LKA-Beamten verlangen aber genau diese Daten von uns, die wir […] nicht speichern dürfen. Deshalb haben wir die Nutzer der Speicherung der Nutzungsdaten zustimmen lassen.

SPIEGEL ONLINE: Konkret: Zu Ihnen kommt ein Staatsanwalt mit 30 Fotos aus StudiVZ-Profilen, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigen. Er verlangt Klarnamen zu den Profilen und allen Kommentaren. Was machen Sie?

Riecke: Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsversuchen solche Daten nun herausgeben. Nutzungsdaten speichern wir bei allen Nutzern, die uns das erlaubt haben durch ihre Einwilligung.

(Hervorhebungen von mir)

Dass die Betreiber der Studentencommunity somit – ob gezwungen oder nicht – Hand in Hand mit den Ermittlungsbehörden arbeiten, ist schon schlimm genug.
Dass sie sich damit auch noch brüsten, ist abartig.

Man sollte sich im Klaren sein, dass jeglicher Content, den man in diese Plattform steckt, quasi offen und für jedermann sichtbar ist, auch wenn es nicht diesen Anschein hat.

Schnipp, Schnapp, Haare ab!

Dienstag, 19. Februar 2008

Nein, nicht meine. Die Dreads sind noch dran :)
Zum Thema: Wer einmal ein außergewöhnliches Klangexperiment erleben möchte, sollte sich den Virtaual Haircut einmal anhören.

Hierbei wird die räumliche Illusion eines Raumes und darin befindlicher Objekte vorgeführt.

Ganz wichtig: Der beschriebene Effekt zeigt nur mit Kopfhörern seine Wirkung; mit normalen Stereo-Lautsprecher ist kaum etwas zu hören.

Wirklich beeindruckend, mit meinen In-Ear-Hörern hörte sich das sehr realisitisch an.

Lecker mit Miracel Whip!

Sonntag, 17. Februar 2008

Iglo-Fischstäbchen ohne Miracel-Whip
Mmh. Fischstäbchen. Die schmecken vielen Leuten mit Remouladensoße besonders lecker. Ob das an der passenden Kombination der beiden Produkte oder an der völligen Übertünchung des Fisch-Rest-Geschmacks durch die Mayonnaise liegt, sei dahingestellt.
Auch der Hersteller iglo hat die gute Kombination der beiden Produkte erkannt und visualisiert dieses besonders leckere Geschmackserlebnis auf seinen Packungen mit einer rot abgetrennten Miracel-Whip-Zone.
Ich weiß nicht, wie es meinen Lesern geht, aber ich dachte beim Betrachten der Packung, dass in diesem Bereich tatsächlich eine Probiergröße der Mayonaisen-Soße enthalten sei.

Um so enttäuschter war ich, als sich in der Packung wirklich nur die Fischstäbchen befanden.
Deshalb habe ich folgende E-Mail an den Kundensupport von iglo geschickt (Ja, ich habe im Moment wieder Zeit für Unsinn ;) )

Betr: Iglo-Fischstäbchen mit Miracel Whip

Sehr geehrte Damen und Herren,

beim Kauf einer Packung iglo-Fischstäbchen musste ich feststellen, dass dort trotz entsprechender Aufmachung („lecker mit Miracel Whip“) keine Probe der Mayonaise-Soße enthalten war.

Ich bin über diese Verbrauchertäuschung entsetzt und fordere Sie auf, künftig den roten Teil der Packung wirklich mit der suggerierten Probe der Soße aufzufüllen.

Bis dies geschehen ist, sehr ich von einem weiteren Kauf der iglo-Fischstäbchen ab und werde mich Konkurrenzprodukten zuwenden müssen, die den Verbraucher nicht durch widersprüchliche Werbung auf der Packung in die Irre führen.

Gruß, Martin Weber

Wenn ich eine Antwort bekomme, werde ich diese selbstverständlich sofort veröffentlichen.

Leser-Aufruf: Hättet ihr in der Packung Miracel Whip erwartet?

Nachtrag: iglo hat mittlerweile geantwortet:

Vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an unseren Produkten.

Sie waren enttäuscht, dass Sie keine Remoulade von Miracel Whip in der Fischstäbchen-Packung vorgefunden haben.

Es tut uns sehr leid, dass dies missverstanden wurde.

Natürlich geben wir Ihre Kritik dennoch an unser Team für Verpackungsentwicklung weiter, alle Anmerkungen unserer Verbraucher werden dort sorgfältig ausgewertet und geben mitunter wichtige Anstöße für Verbesserungen.

Mit freundlichen Grüßen
iglo GmbH
Verbraucherservice

Auf meine daraufhin folgende Mail, dass ich damit unzufrieden sei, kamen ein paar Rezeptideen mit der Post.

Nachtrag 2: Ich will diese Mail, welche ich zusammen mit meinem Mitbewohner verfasst habe, natürlich nicht vorenthalten: (Ja, sie ist frech… )

Hallo Frau B.,

vielen Dank für Ihre zügige Antwort in meiner Sache. Offensichtlich sind Ihnen die üblichen Gepflogenheiten im Umgang mit Kundenbeschwerden nicht geläufig. Deshalb eine kurze Erläuterung. Im wesentlichen beinhaltet die erfolgreiche Abwicklung einer Kundenbeschwerde laut meiner Auffassung zwei Vorgänge:
1) Der Kunde beschwert sich: Ich, ihr treuer Kunde kaufe Ihr Produkt und erwarte eine Zufriedenstellung. Diese tritt nicht ein und deshalb beschwere ich mich.
2) Sie reagieren wiederum in zweierlei Hinsicht:
a) Sie beheben den Missstand
b) Sie leisten einen angemessenen Ersatz für den erfolgten seelischen bzw. monetären Schaden. Da ersterer nicht exakt zu beziffern ist, kann es als üblich betrachtet werden, dass die Entschädigung ungefähr doppelt so hoch ausfällt, wie der Geschädigte, nämlich ich, erwartet.

Nun bleibt natürlich die Frage, wie wohl drei Packung Fischstäbchen á 10 Stück Inhalt aussehen, nachdem Sie eine gewisse Zeit von einem Postdienstleister Ihrer Wahl transportiert wurden. Ich möchte Sie nicht für eine Fischvergiftung zur Rechenschaft ziehen müssen. Also scheiden Fischstäbchen selbst als Entschädigung aus. Außerdem waren es ja nicht die Fischstäbchen, sondern die fehlende Remoulade, die meinen Glauben in die Marktwirtschaft erschütterte. Deshalb mögen Sie doch bitte so nett sein, und mir 3 der auf der von mir reklamierten Fischstäbchenpackung abgebildeten Remouladen schicken. Sollte es nötig sein, diese zu kühlen, so bringen Sie sie bitte persönlich vorbei.

Wenn Ihnen dies nicht adäquat erscheint, so bitte ich Sie, eine formlose Liste von Vorschlägen zu senden, aus denen ich meine Favoriten bestimmen kann. Ich will Ihnen sehr gerne die Möglichkeit eröffnen, mich zufrieden zu stellen.

Viele Grüße aus Karlsruhe

SP1 für Windows Vista: Entwickler-Smalltalk.

Montag, 04. Februar 2008

Dies ist die Geschichte über das Service Pack 1 für Windows Vista.

Die Mircosoft-Entwickler Rob und Dave* sind im Gespräch. Hören wir Ihnen doch mal zu:

Rob: Du Dave, wie sieht’s denn mit dem Service Pack 1 für Vista aus? Immerhin ist es ja bis zu 800 MB groß. Da müssen ja schon ordentlich viele Sachen drin sein. Kann das langsam mal live gehen?

Dave: Ja, eigentlich schon. Ich habe es heute fertig gestellt.

Rob: Aber warum bis zu 800MB? Achso, die ganzen Patches seit Erscheinen von Vista sind ja auch kumulativ enthalten, oder?

Dave: Wo denkst du hin? Wer das Service Pack installieren will, (more…)

ZwoNull.

Sonntag, 03. Februar 2008

Alles ist so hip, alles ist so toll, alles ist so Zwonull heutzutage. Jeder will mitmachen und die eigenen Internet-Seiten sollen möglichst trendy und „so-wie-bei-xy“ aussehen.

Warum dies nicht der Weisheit letzter Schuss sein kann, erklärt Elliot Stocks mit seiner Präsentation „Destroy the Web 2.0 Look“.

schon vor einiger Zeit beim werbeblogger gesehen, zwischendurch leider vergessen.
Und jetzt schlagt mich wegen meines RSS-Icons ;)