„iTeam“ geht gar nicht, Sat.1!
Samstag, 29. Dezember 2007Wenn man in Zukunft TV-Serien- oder Filmproduzenten fragt, was man bei der Anpassung eines bestehenden Formates auf einen anderen Markt alles falsch machen kann, wird man vermutlich nur zwei Worte hören:
Das iTeam.
Doch nun der Reihe nach.
Die von Sat.1 ab Januar zu sendende Serie „Das iTeam“ ist so schlecht vom englischen Original, The IT Crowd, kopiert, dass es schon fast wieder witzig ist.
Das fängt schon beim auf der Apple-Hype-Wellt mitschwimmenden bescheuerten Titel und dessen Untertitel „Die Jungs an der Maus“ an. Welcher Texter denkt sich so etwas aus? Der gehört …
Doch damit nicht genug: Sämtliche Abläufe und Szenen wurden nahezu 1:1 vom Original kopiert. „Nahezu“ deshalb, weil die guten Witze in der deutschen „Version“ wie selbstverständlich fehlen oder durch die deutschen „Schauspieler“ zersägt werden.
Deren Leistungen sind miserabel, man merkt den Darstellern zu jeder Zeit an, dass sie versuchen, ihre Rollen zu spielen. Wo bleibt der Charakter des Originals, der Charme der Darsteller? Alles weg rationalisiert?
Generell habe ich nichts gegen Adaptionen von amerikanischen oder englischen Serien: „Stromberg“ mit Christoph Maria Herbst hat gezeigt, dass dies auch erfolgreich sein kann. Ein Großteil dieses Erfolges ist aber nicht zuletzt dem herausragenden Hauptdarsteller und den gelungenen Anpassungen auf den deutschen Markt zuzusprechen. Dies ist aber bei „den Jungs an der Maus“ in keiner Weise der Fall.
Letztlich wundert es mich nur noch, dass das „RTFM“-Shirt nicht durch ein „LDVH“ ersetzt wurde.
Das wäre dann wohl der Gipfel der deutschen Spießigkeit.
































