Niemand wird mir widersprechen wenn ich behaupte, Spam sei die nervigste Nebenerscheinung der elektronischen Kommunikation. So vielfältig wie die Wege der Verständigung sind, so reichhaltig sind auch die Varianten der Spammer.
Vom Spam bleibt auch mein Blog nicht verschont.
Jeder Blogbetreiber gibt sich natürlich große Mühe, die unerwünschten Einträge auf der eigenen Website so weit wie möglich zurückzuhalten. Die Verfahren hierbei sind vielfältig. Viele Seitenbetreiber setzen auf Captchas. Hierbei müssen auf dem Bildschirm angezeigt verzerrte Buchstabenkombinationen vom Nutzer eingetippt werden. Für Computer stellen diese Hürde in den meisten Fällen eine große Hürde dar, denn Computer können nicht „lesen“.
Captchas stellen jedoch auch einige Nutzer vor Probleme: Selbst ein Mensch kann die angezeigten Buchstaben nicht immer fehlerfrei erkennen. Zudem muss der Mensch aktiv werden, um zu bestätigen, dass er kein Spammer ist.
Bisher habe ich lediglich Akismet zur Spamblockierung im es-de-WE.BLOG eingesetzt. Akismet funktioniert sehr gut, lieferte mir in letzter Zeit jedoch leider auch einige „false positives“, echte Kommentare also, die fälschlicherweise als Spam markiert wurden.
Das dumme hierbei ist, das diese „false positives“ in der Moderationsliste nicht leicht herauszufiltern sind. Wenn diese Liste 1000 Spam-Kommentare umfasst, ist man schnell geneigt, einfach auf „Alles löschen“ zu klicken. Leider verschwindet hierbei dann auch der echte Kommentar im digitalen Nichts.
Deshalb habe ich nun zusätzlich zu Akismet ein Negatives Captcha eingebaut. Hierbei wird auf der Kommentarseite ein zusätzliches Formularfeld versteckt eingebaut, welches von normalen Nutzern nicht gesehen und ausgefüllt wird.
Ein Spambot macht hier jedoch keinen Unterschied: Er füllt stur alle Felder aus, da er sonst Gefahr laufen könnte, ein Pflichtfeld nicht zu erwischen.
Und hier kommt der Clou: Wird das für Menschen unsichtbare Feld ausgefüllt, wird der Kommentar gar nicht erst in die Datenbank geschrieben.
Als Basis hierfür habe ich das Comment-Spam-Trap-Plugin von seologs.com benutzt, für meine eigenen Bedürfnisse aber etwas angepasst.
Für den Fall, dass die Spambots mit der Zeit dazulernen sollten, habe ich auch schon vorgesorgt: Der Name des unsichtbaren Feldes ändert sich periodisch. Und sollte der Bot auch diese Hürde überwinden, landet sein Kommentar im Akismet-Spam wie bisher auch. Ich bin gespannt.