Archiv für November, 2007

Du mich auch, Musikindustrie!

Dienstag, 27. November 2007

Toll, Musikindustrie, wie du mit deinen Kunden umgehst, sie behandelst und beleidigst.
Danke für den virtuellen Stinkefinger.
Deshalb von mir in gleicher Form nochmal zurück:

Danke, Musikindustrie

PS: Wie klassifizieren sich eigentlich „illegale Downloads“? Und überhaupt, „illegale Downloads“ welcher Art denn? Illegale Bananen- oder Kartoffeldownloads vielleicht? Das weißt nur Du allein.

Update, 28.11.: Der böse Finger ist von der Original-Seite verschwunden.

Negative Captchas zur Spamvermeidung

Donnerstag, 22. November 2007

Niemand wird mir widersprechen wenn ich behaupte, Spam sei die nervigste Nebenerscheinung der elektronischen Kommunikation. So vielfältig wie die Wege der Verständigung sind, so reichhaltig sind auch die Varianten der Spammer.
Vom Spam bleibt auch mein Blog nicht verschont.
Jeder Blogbetreiber gibt sich natürlich große Mühe, die unerwünschten Einträge auf der eigenen Website so weit wie möglich zurückzuhalten. Die Verfahren hierbei sind vielfältig. Viele Seitenbetreiber setzen auf Captchas. Hierbei müssen auf dem Bildschirm angezeigt verzerrte Buchstabenkombinationen vom Nutzer eingetippt werden. Für Computer stellen diese Hürde in den meisten Fällen eine große Hürde dar, denn Computer können nicht „lesen“.
Captchas stellen jedoch auch einige Nutzer vor Probleme: Selbst ein Mensch kann die angezeigten Buchstaben nicht immer fehlerfrei erkennen. Zudem muss der Mensch aktiv werden, um zu bestätigen, dass er kein Spammer ist.

Bisher habe ich lediglich Akismet zur Spamblockierung im es-de-WE.BLOG eingesetzt. Akismet funktioniert sehr gut, lieferte mir in letzter Zeit jedoch leider auch einige „false positives“, echte Kommentare also, die fälschlicherweise als Spam markiert wurden.
Das dumme hierbei ist, das diese „false positives“ in der Moderationsliste nicht leicht herauszufiltern sind. Wenn diese Liste 1000 Spam-Kommentare umfasst, ist man schnell geneigt, einfach auf „Alles löschen“ zu klicken. Leider verschwindet hierbei dann auch der echte Kommentar im digitalen Nichts.

Deshalb habe ich nun zusätzlich zu Akismet ein Negatives Captcha eingebaut. Hierbei wird auf der Kommentarseite ein zusätzliches Formularfeld versteckt eingebaut, welches von normalen Nutzern nicht gesehen und ausgefüllt wird.
Ein Spambot macht hier jedoch keinen Unterschied: Er füllt stur alle Felder aus, da er sonst Gefahr laufen könnte, ein Pflichtfeld nicht zu erwischen.
Und hier kommt der Clou: Wird das für Menschen unsichtbare Feld ausgefüllt, wird der Kommentar gar nicht erst in die Datenbank geschrieben.
Als Basis hierfür habe ich das Comment-Spam-Trap-Plugin von seologs.com benutzt, für meine eigenen Bedürfnisse aber etwas angepasst.

Für den Fall, dass die Spambots mit der Zeit dazulernen sollten, habe ich auch schon vorgesorgt: Der Name des unsichtbaren Feldes ändert sich periodisch. Und sollte der Bot auch diese Hürde überwinden, landet sein Kommentar im Akismet-Spam wie bisher auch. Ich bin gespannt.

Mach mich zum Vektor!

Montag, 12. November 2007

Vektorgrafiken sind toll. Aber nur dann, wenn man sie zur Verfügung hat.
Leute, die im Grafikgewerbe arbeiten, werde wissen, was ich meine.
Zu verarbeitende Daten von Kunden sind oft zu klein, schlecht eingescannt, schief, Powerpoint-Dateien oder so, dass sie auf dem Bildschirm des Kunden noch schön aussahen.
In seltenen Fällen bekommt man ein tatsächlich druck- und verwertbares EPS oder PDF in die Hand.
Was tun?
Nachvektorisieren!
DIe gängigen Vektorgrafikprogramme haben hier eigens Optionen und Techniken integriert, die Pixeldaten wieder zurück in Vektorgrafiken verwandeln (sollen).
Das Ergebnis steigt und fällt mit der Qualität des zu vektorisierenden Logos.

Pixel in Vektoren zurückverwandeln will auch VectorMagic der Stanford-Universität. Das Onlinetool geht hierbei jedoch einen anderen Weg: Es analysiert die vorgesetzte Datei erst nach verschiedenen Kriterien, bevor es ans Werk geht. Auf diese Weise sind die Ergebnisse oft besser, weil typische Fehler des Ausgangsmaterials gekonnt umgangen werden können.

DIe Qualität ist überraschend gut und oft sogar der der kommerziellen Produkte überlegen, auch die (simple) Nachbearbeitung ist clever gelöst. Nach Abschluss kann man sich „seine“ Datei in verschiendenen Vektorgrafikformaten herunterladen.
Einzig die Voransicht ist nicht so knallscharf, wie man es aus Illustrator oder Freehand kennt.

Betty ist tot, es lebe Betty!

Montag, 12. November 2007

Autsch, das ging schnell: Deutschlands erste Mitmachfernbedienung wird nun nach der Schweiz auch in Deutschland eingestellt. Meine Prognose war dann doch etwas zu optimistisch. Wirklich verwundert mich das nicht, das Ende von Betty war abzusehen. Die Nutzer- und Verkaufszahlen sind bis heute weit unter den Erwartungen geblieben.
So kann man den Stand an den Münchner Medientagen wohl getrost als Galgenhumor bezeichnen.

Ich habe es schon im Mai geschrieben, nun ist es soweit:

Was passiert eigentlich, wenn der Betty-Dienst eingestellt und die Funktionen der Fernbedienung vorher nicht zur freien Nutzung „entfesselt“ wurden? Hat man dann ein Anrecht auf Wertausgleich wegen eines Sachmangels?

Ich weiß auch heute noch keine Antwort auf diese Frage; so bleibt also offen, was Anfang nächsten Jahres mit den verkauften Geräten passiert. Bisher verweigert Betty den Dienst, wenn sie längere Zeit nicht mit der Zentrale kommunizieren konnte.

Glücklicherweise gibt es in Deutschland die Jungs rund um Christopher Maier. Sie tüfteln an der Programmierung der Betty-Chips herum und ihr Ziel ist es, alles aus der Hardware-Plattform herauszuholen.
So besteht vielleicht doch Hoffnung, dass Betty lebend und entfesselt das Jahr 2008 erlebt.

Mit Time Machine auf’s Netzlaufwerk sichern

Freitag, 09. November 2007

Time Machine ist sicherlich eine der größten Neuerungen in der neusten Version des Apple-Betriebssystems OS X 10.5 Leopard. Es sichert automatisch Kopien des Systems und Kopien von Dateien auf eine externe Festplatte.
Schöner wäre es jedoch, wenn man Time Machine dazu bewegen könnte, die Sicherungen auf ein gemountetes Netzvolume zu speichern. Dies funktioniert einfacher als erwartet:

Im Terminal gibt man folgenden Befehl ein:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Et voilà: Bei erneutem Start von Time Machine stehen nun auch Netzlaufwerke als Ziellaufwerke der Datensicherung zur Verfügung.
Wie zuverlässig und sicher das funktioniert, habe ich allerdings mangels Netzwerk-Plattenplatz nicht getestet.

Backup mit Time Machine auf Netzlaufwerke

Es funktioniert NICHT zuverlässig: macosxhints.com rät seit vorgestern „offiziell“ von dieser Möglichkeit der Datensicherung ab, da alte Daten zerstört werden, wenn das Netzlaufwerk voll läuft.