Archiv für August, 2006

Kleine Änderungen im Blog

Donnerstag, 31. August 2006

Es gibt zwei kleine Änderungen: Unter jedem Beitrag werden nun andere Beiträge des Archives angezeigt, die (hoffentlich) ähnlich sind. Das funktioniert automatisch und ich habe auf die Auswahl zunächst einmal keinen Einfluss. Sollte das Plugin zu viel Mist produzieren, wird es wieder herausgeschmissen.

Zum anderen werden Kommentare von mir nun farblich hervorgehoben; leider scheint das nur für die Kommentare zu gelten, die ich ab jetzt schreibe. Naja, seis drum.

Bullshit-Bingo:  Internet-Festplatten

Donnerstag, 31. August 2006

Wissen Sie, was eine „Internet-Festplatte“ ist? Nein? Ich auch nicht.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) weiß es aber anscheinend.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) hat den Entwurf für ein neues Verfassungsschutzgesetz vorgestellt, das es ermöglicht, eine ganze Reihe von Sonderbefugnissen, die dem Verfassungsschutz im Rahmen der Terrorbekämpfung zugestanden wurden, erheblich zu erweitern. Nun sollen auch die Aktivitäten inländischer Terrorzellen im Internet überwacht werden können, weil sich die Sicherheitslage mit den misslungenen Terroranschlägen verändert habe: „Bisher war die Terror-Gefahr abstrakt. Jetzt ist sie konkret“, sagte der Innenminister.

Dabei soll der Verfassungsschutz aber auch auf Rechner von mutmaßlichen Terroristen über das Internet zugreifen können, die Rede ist vom Zugriff auf „Internet-Festplatten“: „Die verstärkte Beobachtung der modernen Kommunikationswege des Internets ist unverzichtbar im Hinblick auf ihre zunehmende Bedeutung für den internationalen Terrorismus“, meinte Wolf. Das sei bereits seit 1994 im Verfassungsschutzgesetz NRW verankert. Notwendig werde der Zugriff auf das Internet, da die mutmaßlichen Terroristen im Internet nach Anleitungen zum Bau von Bomben gesucht hätten.

Ahja, verstehe.
Und nun soll sich jeder ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner installieren, damit der Verfassungsschutz Zugriff auf den Rechner hat oder wie?

Herr Wolf hat ziemlich genau so viel Ahnung vom Internet wie unser geschätzter Innenminister Schäuble. Herr Wolf, es gibt nicht „das Internet“ welches der Verfassungsschutz „überwachen“ kann. Das Internet ist keine zentralistisch angeordnete Struktur, wo es einen Sender und viele Empfänger wie beim Fernsehen. Nein, das Internet ist dezentral, jeder kann mit jedem in Kontakt treten und – halten Sie sich fest – sogar verschlüsselt. Und – bleiben Sie immer noch fest auf dem Stuhl sitzen – wahrscheinlich machen die bösen bösen Terroristen das auch.

Das Internet überwachen.

Montag, 28. August 2006

Jawoll, Herr Schäuble. Wir brauchen mehr Männer wie Sie im Land. Männer, die alle kontrollieren und vor den bösen Terroristen schützen. Ganz besonders schlimm scheint in dieser Hinsicht ja das Internet zu sein: Dieses böse böse technische Dingsda, das noch nichtmals vor Ländergrenzen halt macht und dessen Informationen auch nicht ihren ePass an der Grenze zeigen müssen.
Dieses immer noch existente elektronische Dingsda, wo die ganzen bösen Informationen einfach so frei rumschwirren. Das muss sich ändern.

Am Freitag bestätigte der Innenminister dies [die geäußerte Forderung nach einer stärkeren Kontrolle des Internets, Anm. d. Autors] noch einmal: „Ich werde alles daran setzen, die Möglichkeiten der Sicherheitsbehörden – insbesondere des Verfassungsschutzes – zu verstärken, etwa in der Kontrolle des Internets.“ Das Kabinett ist sich einig, wie die Bundesregierung mitteilte, dass das Personal zur Überwachung des Internet aufgestockt und mehr Mittel dafür bereitgestellt werden müssen. Auch „zusätzliche Aufwendungen“ seien „denkbar“, hieß es.

Vielleicht können Sie sich ja von der chinesischen Regierung ein paar Tipps holen, Herr Schäuble. Ich bin mir da sicher: Was ihr Vorgänger schaffte, bekommen Sie dieses Jahr sicherlich auch hin. Viel Glück.

Ansprechende Mitarbeiterpräsentation

Sonntag, 27. August 2006

betreibt die Firma Troyan-Drums. Alle dort unter „Kontakt“ aufgeführten Mitarbeiter scheinen sehr viel Spaß an der Arbeit zu haben.
Besonders der Verleimtechniker hat es mir angetan. Das ist bestimmt der, der früher mal bei Zomtec gearbeitet hat und immer die ganzen BiFis futterte.

RFID lässt Bomben explodieren

Montag, 21. August 2006

Markus von Netzpolitik hat eine interessante Thematik aufgefasst, wohl auch angespornt vom Bericht des Spiegel.

Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren – der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen.